Marco Bode

„Kommt ins Team und seht, dass Engagement Spass macht.”


Von Musik-Festival bis Mahnwache, von Workshop bis Webseite, von Gemeindeleitbild bis Geschichtsvortrag: Engagement ist so vielfältig wie die Bürgerinnen und Bürger, die sich ihm widmen, denn jeder und jede hat ganz unterschiedliche Interessen, Talente und Erfahrungen. Sie alle finden Platz in der Zivilgesellschaft – und in den Beispielen auf diesem Portal.

  1. Kultur
  2. Musik
  3. Ausstellungen
  4. Erinnerungsarbeit
  5. Workshops
  6. Publikationen
  7. Politik
  8. Vorträge
  9. Internet

Zu viele Möglichkeiten? Oder sogar noch zu wenige? Eine gute Form, ein Thema zu vermitteln, ergibt sich meist aus dem Zusammenhang. Genauso wie Strukturen, Anlässe oder Orte des Engagements bis hin zu der Frage: Was, wann und wo in welchem Alter? Mögliche Antworten geben die anderen Rubriken dieses Portal-Überblicks.

  1. Mit Kultur Engagement ausdrücken.
  2. Mit Musik Engagement ausdrücken.
  3. In Ausstellungen Engagement ausdrücken.
  4. Mit Erinnerungsarbeit Engagement ausdrücken.
  5. Mit Workshops Engagement ausdrücken.
  6. In Publikationen Engagement ausdrücken.
  7. Mit politischer Mitgestaltung Engagement ausdrücken.
  8. Mit Vorträgen Engagement ausdrücken.
  9. Im Internet Engagement ausdrücken.

Für viele Menschen ist Kultur ein großer Anziehungspunkt. Die mit professionellen Mitteln arbeitende Jugendtheater-Plattform Cactus Junges Theater mit ihrem interkulturellen Ansatz ist hier im Bereich Theater ein Beispiel, das vor allem Jugendliche anspricht, und auch das Schüler-Theaterprojekt Mölln nach Mölln, das sich mit den Möllner Brandanschlägen auseinandersetzt, spricht eine junge Zielgruppe an. Die politisch engagierten Sommer-Aufführungen des Mecklenburger Theaters Kulturkate wiederum verbinden nicht nur die Generationen, sondern auch Berufs-Schauspieler und Laien. Künstlerisch interdisziplinär sind hingegen die interkulturellen Theater-, Tanz- und Kunst-Projekte der Stiftung Elemente der Begeisterung. Und die Dokumentarfilmgruppe der Oscar-von-Miller-Realschule im Bayerischen Rothenburg ob der Tauber setzt in der Auseinandersetzung mit den Themen Nationalsozialismus und Migration auf das Medium Film.

Auch Musik ist ein Mittler. Das wissen Birgit und Horst Lohmeyer unter anderem mit ihren Rock-den-Förster-Festivals auf ihrem Mecklenburg-Vorpommerschen zu nutzen, mit denen sie der örtlichen braunen Szene bunte Töne entgegensetzen. Ein anderes musikalisches Genre bedienen die Freunde der Friedensorgel Sant’Anna di Stazzema: Mit klassischen Orgel-Konzerten finanzieren sie den Neubau und Erhalt der Orgel in einem von der SS heimgesuchten italienischen Dorf. Musik spielt – neben anderen Beiträgen und nicht zuletzt Kulinarischem – auch eine wichtige Rolle bei Festen wie zum Beispiel beim Duisburger Fest der Freiheit anlässlich des Jahrestages des Inkrafttretens des Deutschen Grundgesetze oder beim Festival der Toleranz des Werler Workshops Werte.

Auch Ausstellungen sind ein klassisches Feld, um seine Anliegen auszudrücken. Die Wanderausstellung Marie Jalowicz - Eine Jüdin im Untergrund etwa ist das Ergebnis eines mehrjährigen Schülerprojekts aus dem Brandenburgischen Wildau. Das begleitende Veranstaltungsprogramm zur Wanderausstellung „Anne Frank. Eine Geschichte für heute“ des Anne-Frank-Zentrums Berlin, das die Regionale Arbeitsgruppe Rhein-Main von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. mitgestaltet hat, ist ein weiteres Beispiel in diesem Bereich. Doch auch eine dauerhafte Ausstellung kann das Ziel sein, wie im Falle des DDR-Museums – Gegen das Vergessen e. V. in Pforzheim.

Ein Klassiker zivilgesellschaftlichen Engagements ist für viele Initiativen und Vereine die Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit. Die Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen des Bündnisses Remagen für Frieden und Demokratie sind hier ebenso ein Beispiel wie die Infostände des Verdener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Toleranz oder die Arbeit vieler anderer Initiativen auf diesem Portal.

Ein ähnliches Anliegen – aufzuklären und zu informieren – verfolgen Ehrenamtler genauso wie Einrichtungen der politischen Bildungsarbeit mit Workshops und Fortbildungen. Anregungen dafür geben die WorldCitizen mit ihren Weltbürger-Kursen, die Karlsruher Bürgerinitiative Zivilcourage e.V. – helfen aber wie? mit ihren Deeskalations-Trainings, die Initiatoren der GG-19-Workshops zum Thema Grundgesetz und die Bildungsangebote der Jugendinitiative Spiegelbild des Wiesbadener Aktiven Museums Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte.

Auch Zeitungen, Publikationen und Forschungen können einen wichtigen Beitrag zum Bewusstsein für Geschichte und Alltag leisten – darin kann wissenschaftliche Arbeit ebenso aufgehen wie nachbarschaftliches Engagement. Letzteres repräsentiert der Gemeindeläufer Warsow, der in der Mecklenburg-Vorpommerschen Gemeinde ganz konkret Menschen und Themen verbindet. Ebenfalls nah an den Menschen – und an ihren Zeitzeugen-Erinnerungen – ist die Geschichtswerkstatt Rostock mit Veranstaltungen, Führungen und der Herausgabe einer Zeitschrift. Geschichte lebendig in der Gegenwart vermitteln will auch das in der Oder-Region angesiedelte Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e. V.

Und die Mitgestaltung lokaler Politik? Wer sich dafür interessiert, kann dies zum Beispiel im Rahmen eines örtlichen Runden Tisches tun. Inspiration hierfür liefert der Runde Tisch gegen Rechts - Für Toleranz und Menschlichkeit in Burg, aber auch viele andere Initiativen auf diesem Portal beteiligen sich an Runden Tischen oder sind aus einem solchen hervorgegangen, wie etwa die Pirnaer Aktion Zivilcourage. Einen anderen Weg der politischen Bürgerbeteiligung geht man im bayerischen Aßling: Gemeinsam haben Administration sowie Bürgerinnen und Bürger hier das Gemeindeleitbild Aßling entwickelt.

Wieder einen anderen Ansatz verfolgen öffentliche Präsentationen und Vortragsreihen: Der Austausch und das Gespräch zwischen (prominenten) Gesprächspartnern zum Beispiel aus Politik, Gesellschaft, Kultur oder Religion stehen hier zunächst im Vordergrund – und aus dem entstehenden Netzwerk können sich wiederum konkrete Initiativen entwickeln. Auf diesem Portal stehen hierfür die Schwabener Sonntagsgespräche, und auch die Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Friedrichstadt sowie der Förderkreis Görlitzer Synagoge bedienen neben vielen anderen Aktivitäten auch dieses Feld.

Auch das Internet und digitale Medien bieten verschiedene Möglichkeiten und Formen, sich auszudrücken und einzubringen – und viele Menschen erreichen zu können. Ein engagierter Blog wie npd-blog.info setzt auf aktuelle Informationen, eine klassische Webseite mit Informationen wie das Schülerprojekt Mietek-Pemper-Webseite dokumentiert Inhalte und Themen, die jederzeit und von (fast) jedem und jeder abgerufen werden können. Doch digital heißt nicht nur Internet: Das Projekt kudamm31 führt Besucherinnen und Besucher entweder im Web oder via Smartphone vor Ort auf einen Audiowalk über den Berliner Kurfürstendamm, um die Geschichte des Kudamm-Pogroms von 1931 zu vermitteln.